Selbst machen oder abgeben

Vertrieb kannst du abgeben.
Die Entscheidung nicht.

Es gibt vier Wege: selbst machen, eine Aufgabe abgeben, alles abgeben – oder warten. Drei davon funktionieren. Hier steht offen, welcher zu welchem Betrieb passt, auch wenn das gegen uns spricht.

Vier Wege im VergleichInklusive: wann wir falsch sindAlle Preise netto

Der Moment davor

Donnerstag, 17:40 Uhr

„Angebot der Agentur liegt seit drei Wochen auf dem Schreibtisch.“

Nicht unterschrieben, nicht weggeworfen. Weil die Frage dahinter nicht beantwortet ist: Ist das Geld gut angelegt – oder könnten wir das selbst?

Die Frage ist nicht, was es kostet. Die Frage ist, wer es tut.

Ein Betrieb, der auf Zuweisungen wartet, hat seine Auslastung nicht in der Hand – die entscheidet jemand anders. Eigene Firmenkunden und eine aktive Kundenkartei sind der Teil, über den du selbst bestimmst. Ob du diesen Teil selbst aufbaust oder aufbauen lässt, ist eine Frage der verfügbaren Zeit, nicht des Könnens.

Beides ist richtig – nur nicht für denselben Betrieb. Deshalb dieser Vergleich.

Kurzvergleich

Vier Wege
auf einen Blick

Dieselben Kriterien für alle vier. Der markierte Weg ist unserer – die anderen sind so beschrieben, wie wir sie Betrieben auch am Telefon erklären würden.

Passt, wenn
Selbst machen
jemand im Betrieb zwei Stunden pro Woche verlässlich übernimmt – Chef, Büro oder Junior.
Abgeben
eine einzelne Aufgabe raus soll, etwa Website oder Anzeigen, und du sie steuern kannst.
Komplett abgeben
im Betrieb niemand Zeit hat und Marketing, Vertrieb und Recruiting zusammen laufen sollen.
Nichts tun
die Auslastung dauerhaft stimmt und die Aufträge von allein kommen.
Wer macht die Arbeit
Selbst machen
Du. Das Werkzeug nimmt dir Liste, Recherche und Textentwurf ab.
Abgeben
Die Agentur – im Rahmen dessen, was beauftragt ist.
Komplett abgeben
Wir. Du gibst rund vier Stunden im Quartal dazu.
Nichts tun
Niemand.
Was es kostet
Selbst machen
249 € Einrichtung einmalig, danach ab 99 € im Monat, netto.
Abgeben
Honorar nach Umfang, meist mit Laufzeit – sehr unterschiedlich je Anbieter.
Komplett abgeben
Honorar nach Umfang – ein Feld oder alle. Wird im Erstgespräch mit euren Zahlen gerechnet, Werbebudget kommt obendrauf.
Nichts tun
Nichts – bis die Bühne leer bleibt.
Wie schnell es losgeht
Selbst machen
Am selben Tag. Betriebsprofil, Zielliste, erste Ansprache an einem Nachmittag.
Abgeben
Nach Briefing, Angebot und Freigabeschleifen.
Komplett abgeben
Nach Aufnahme im Betrieb; Einstieg mit einem Ziel in einem Feld.
Nichts tun
—
Wem das Wissen gehört
Selbst machen
Dir. Liste, Texte und Kontakthistorie liegen in deinem Zugang.
Abgeben
Teils der Agentur – Konten und Daten liegen oft dort.
Komplett abgeben
Dir. Zugänge und Daten laufen auf deinen Betrieb.
Nichts tun
—
Wenn du aufhörst
Selbst machen
Monatlich kündbar. Was du aufgebaut hast, bleibt bei dir.
Abgeben
Je nach Vertrag; laufende Kampagnen stehen still.
Komplett abgeben
12 Monate Laufzeit, ein Betrieb pro Einzugsgebiet.
Nichts tun
—

Alle Beträge netto zzgl. MwSt. Für Agenturhonorare gibt es keine Gebührenordnung – die Spanne ist zu groß, um sie hier mit einer Zahl zu behaupten. Frag im konkreten Angebot nach Laufzeit, Werbebudget und Eigentum an den Konten.

Entscheidungshilfe

Fünf Fragen, die
die Sache entscheiden

Wer diese fünf Fragen ehrlich beantwortet, weiß danach, welcher Weg passt – ganz ohne Verkaufsgespräch.

01

Hat jemand im Betrieb die zwei Stunden?

Das ist die einzige Frage, an der der Selbststarter wirklich scheitert. Nicht am Können – der Ablauf führt dich Schritt für Schritt. Sondern daran, ob jemand den Termin im Kalender auch einhält, wenn die Halle voll ist. Ehrliche Antwort? Wenn niemand ihn hält, gib es ab.

Frage 1
02

Was kostet es dich wirklich?

Beim Selbststarter siehst du den Preis vollständig: 249 € Einrichtung, ab 99 € im Monat, dazu die Briefe, die du tatsächlich verschickst. Bei einer Agentur kommt zum Honorar das Werbebudget – und deine Zeit für Briefings und Freigaben. Rechne beides zusammen, sonst vergleichst du Äpfel mit Birnen.

Frage 2
03

Wem gehören Liste, Texte und Konten?

Das merkst du erst beim Aufhören. Beim Selbststarter liegen Zielliste, Ansprachen und Kontakthistorie in deinem Zugang – du nimmst sie mit. Bei jeder ausgelagerten Lösung gehört dazu die Frage: Läuft das Werbekonto auf meinen Betrieb? Habe ich Zugriff auf die Kontakte?

Frage 3
04

Wie schnell musst du anfangen?

Wenn nächste Woche zwei Bühnen frei sind, hilft kein Projektplan. Selbst machen heißt: heute Nachmittag steht die erste Liste. Abgeben heißt: Briefing, Angebot, Freigabe, Start. Beides ist legitim – aber es sind unterschiedliche Geschwindigkeiten.

Frage 4
05

Was passiert, wenn du wieder aufhörst?

Selbst machen ist monatlich kündbar, und was ihr gelernt habt, bleibt im Betrieb. Das Partnerprogramm läuft zwölf Monate, dafür machen wir alles. Bei einer Agentur steht es im Vertrag. Diese Frage stellt man am besten vorher, nicht nachher.

Frage 5

Ehrlich gesagt

Drei Fälle, in denen
der Selbststarter falsch ist

Ein Werkzeug, das im Betrieb niemand anfasst, ist rausgeworfenes Geld. In diesen drei Fällen sagen wir das lieber vorher.

Wenn niemand im Betrieb anfassen kann

Kein Chef mit zwei Stunden, kein Büro, das mitzieht, keiner, der telefoniert. Dann ist ein Werkzeug die falsche Antwort. Dann brauchst du jemanden, der es tut.

Angebot ansehen →

Wenn zuerst Mitarbeiter fehlen

Neue Aufträge nützen nichts, wenn niemand da ist, der sie abarbeitet. Dann kommt Recruiting zuerst – als eigene Kampagne, nicht nebenbei.

Recruiting-Kampagnen →

Wenn zuerst die Sichtbarkeit fehlt

Wer angeschrieben wird, schaut nach: Website, Google, Bewertungen. Ist da nichts, kostet dich jeder Kontakt doppelt Kraft. Das gehört vorher gerade gezogen.

Sichtbarkeit prüfen →
  • ✓Das Partnerprogramm ist das Gegenstück zum Selbststarter: alle Felder in einer Hand, wir setzen um, ein Betrieb pro Einzugsgebiet.
  • ✓Der Wechsel geht in beide Richtungen – Zugänge und Daten laufen ohnehin auf deinen Betrieb.
  • ✓Wenn keiner der Wege passt, ist Nichtstun die teuerste Variante: Die Bühne steht trotzdem still.

Im Detail

Was steckt
jeweils drin

Der Selbststarter deckt heute Vertrieb und Bestandskunden ab – nicht alles. Was fehlt, steht hier genauso wie das, was drin ist.

Firmenkunden gewinnen
Selbst machen
Zielliste aus deinem Umkreis, Priorität je Betrieb, Anschreiben und Telefoneinstieg im Entwurf.
Abgeben
Selten im Angebot – die meisten Agenturen machen Werbung, keinen Vertrieb.
Komplett abgeben
Enthalten, inklusive Ansprache der Betriebe durch uns.
Nichts tun
Bleibt liegen.
Bestandskunden aktivieren
Selbst machen
Aktionen nach Anlass aus deiner eigenen Kartei, per E-Mail und Brief.
Abgeben
Möglich, wenn beauftragt und wenn die Daten übergeben werden.
Komplett abgeben
Enthalten.
Nichts tun
Die Kartei liegt im Programm und arbeitet nicht.
Echte Briefe
Selbst machen
Gedruckt, kuvertiert, frankiert, versendet – je Brief mit eigenem QR-Code.
Abgeben
Nach Absprache, meist als Projekt.
Komplett abgeben
Enthalten.
Nichts tun
—
Werbeanzeigen
Selbst machen
Noch nicht enthalten – die Bausätze für Neukunden- und Recruiting-Kampagnen kommen.
Abgeben
Üblicher Schwerpunkt vieler Agenturen.
Komplett abgeben
Enthalten. Das Werbebudget selbst kommt obendrauf und fließt direkt an die Plattformen.
Nichts tun
—
Website und Google
Selbst machen
Nicht enthalten.
Abgeben
Üblich – häufig der Einstieg.
Komplett abgeben
Enthalten.
Nichts tun
—
Mitarbeiter gewinnen
Selbst machen
Nicht enthalten. Dafür gibt es die Recruiting-Kampagnen der Werkstatt Rebellen.
Abgeben
Je nach Anbieter.
Komplett abgeben
Enthalten.
Nichts tun
Offene Stellen bleiben offen.
Dein Zeitaufwand
Selbst machen
Rund zwei Stunden pro Woche, plus die Telefonate, die du sowieso führen würdest.
Abgeben
Briefing, Freigaben, Rückfragen.
Komplett abgeben
Etwa vier Stunden im Quartal.
Nichts tun
Keiner.
Was im Betrieb hängen bleibt
Selbst machen
Ihr lernt Vertrieb – die Fähigkeit bleibt, auch wenn du irgendwann aufhörst zu zahlen.
Abgeben
Das Ergebnis bleibt, das Können liegt außerhalb.
Komplett abgeben
Ergebnisse und Daten bleiben; die Umsetzung liegt bei uns.
Nichts tun
Nichts.

Kurz beantwortet

Wer, was, wann,
wie, wo, warum

Wer

Wer sollte selbst machen?

Inhabergeführte Betriebe, in denen eine Person verlässlich zwei Stunden pro Woche übernimmt. Ob das der Chef ist, das Büro oder der Junior, ist egal – wichtig ist, dass es immer dieselbe Person ist.

Was

Was bekommst du beim Selbstmachen?

Den Ablauf und das Handwerkszeug: Zielliste aus deiner Region, Einschätzung je Betrieb, Anschreiben und Telefoneinstieg im Entwurf, echten Briefversand mit QR-Code und eine Nachverfolgung, die dir sagt, wer heute dran ist.

Wann

Wann ist Abgeben die bessere Wahl?

Wenn mehrere Bereiche gleichzeitig laufen sollen – Website, Google, Anzeigen, Social, Vertrieb, Recruiting – und im Betrieb dafür niemand Zeit hat. Dann ist eine Abteilung sinnvoller als ein Werkzeug.

Wie

Wie unterscheiden sich die Kosten?

Selbst machen: 249 € einmalig, danach ab 99 € im Monat, mit Bestandskunden-Modul 149 €. Komplett abgeben: kein Listenpreis, weil es davon abhängt, wie viele Felder wir übernehmen und was in eurer Region nötig ist. Das rechnen wir im Erstgespräch mit euren Zahlen, Werbebudget kommt dabei immer obendrauf. Alle Beträge netto zzgl. MwSt.

Wo

Wo läuft das Ganze?

Im Browser, ohne Installation. Zielliste, Ansprache, Briefe und Nachverfolgung liegen in deinem Zugang – auch am Handy, wenn du zwischen zwei Terminen etwas eintragen willst.

Warum

Warum überhaupt Vertrieb?

Weil Aufträge, die dir zugewiesen werden, jederzeit woanders hin zugewiesen werden können. Eigene Firmenkunden und eine aktive Kundenkartei sind der Teil deiner Auslastung, über den du selbst bestimmst.

Bevor du fragst

Die Fragen, die jetzt kommen

Ist der Selbststarter eine abgespeckte Agentur?

Nein, es ist eine andere Aufgabenteilung. Eine Agentur macht die Arbeit für dich. Der Selbststarter gibt dir den Ablauf, die Liste und die Textentwürfe – gemacht wird sie von dir. Deshalb kostet er einen Bruchteil und deshalb bleibt das Können im Betrieb.

Kann ich später ganz abgeben?

Ja. Viele fangen selbst an, merken nach ein paar Monaten, dass die Zeit dauerhaft fehlt, und geben es dann ab. Der Wechsel ist unkompliziert, weil die Daten ohnehin auf deinen Betrieb laufen. Umgekehrt geht es genauso: erst abgeben, später selbst weitermachen.

Brauche ich Vorkenntnisse in Marketing oder Vertrieb?

Nein. Der Ablauf ist die Anleitung: Wen zuerst, was sagen, wann nachfassen. Die Textentwürfe nehmen dir das leere Blatt ab, du liest gegen und änderst, was du anders sagen würdest. Was du mitbringen musst, ist deine Kenntnis des eigenen Betriebs.

Woher kommen die hinterlegten Anschreiben?

Aus der Akquise, mit der wir selbst arbeiten – aufgebaut aus über 15 Jahren in dieser Branche, aus Werkstatt, Begutachtung und von der anderen Seite des Tisches. Die Vorlagen und die Gimmick-Ideen sind redaktionell gepflegt, nicht automatisch erzeugt. Was über deinen Betrieb im Text steht, kommt aus deinem Profil – erfunden wird nichts.

Kann ich beides parallel laufen lassen?

Ja. Viele Betriebe lassen Anzeigen bei einer Agentur laufen und machen den regionalen Vertrieb selbst. Das ist sogar die häufigste Kombination – Werbung bringt Anfragen, Vertrieb bringt Firmenkunden. Die beiden Wege stören sich nicht.

Und wenn ich mich falsch entscheide?

Der Selbststarter ist monatlich kündbar – die Einrichtung von 249 € fällt einmal an, danach entscheidest du jeden Monat neu. Beim Abgeben fängst du mit einem Ziel in einem Feld an, bevor du ein ganzes Feld oder alle abgibst. Beides ist bewusst so gebaut, dass die Entscheidung keine Einbahnstraße ist.

Du willst zuerst sehen, was der Selbststarter konkret tut? Firmenkunden gewinnen zeigt den ganzen Ablauf, von der Zielliste bis zum Nachfassen.

Wer dahintersteht

Nicht aus einer Agentur.
Aus der Halle.

Selbststarter kommt von Christoph Brinke – gelernter Lackierer, danach Kfz-Sachverständiger, zuletzt auf der anderen Seite des Tisches. Über 15 Jahre in der Branche, aus drei Blickwinkeln.

Selbst machen ist keine Sparversion.
Es ist eine Entscheidung.

Wer den Vertrieb im eigenen Haus hat, behält die Auslastung in der Hand. Wer ihn abgibt, kauft Zeit. Beides ist besser, als weiter zu warten.

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